Christen in Bangladesh- ein Nachtrag zum Gespräch mit Bischof Ponen

Wie in den Medien berichtet wird, gehört zu den Auswirkungen der COVID-Pandemie eine beginnende existentielle Not in Entwicklungsländern, die sich zu echten Hungerkatastrophen auswachsen kann. Das gilt gerade auch für Bangladesch. Hierüber haben wir am Sonntag, den 14.6.2020 ein ZOOM – Gespräch mit Bischof Ponen, aus der Diözese Mymensingh im Norden von Bangladesch führen können.

 

Bischof Ponen hat eindrücklich geschildert, wie in seiner Diözese die Menschen von der COVID – Pandemie betroffen sind. Der wochenlange strenge Lockdown in Bangladesch hat abertausende Menschen aus den unteren sozialen Schichten akut in ihrer Existenz bedroht, weil sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen können und es natürlich kein adäquates staatliches Sozialsystem gibt. Nun wurde der Lockdown aufgehoben und  die Menschen sind wieder darauf angewiesen zur Arbeit zu gehen. Distanzmassnahmen am Arbeitsplatz sind kaum realisierbar und die Anzahl der vorgenommenen Coronatests ist bei weitem nicht ausreichend, um einen verlässlichen Überblick über die Ausbreitung des Virus zu erlangen.

 

Besorgt äusserte sich Bischof Ponen auch über die Situation der Kinder und Jugendlichen. Die Schulen sind noch nicht wieder geöffnet und es besteht nicht die Möglichkeit, die Kinder digital am Schulunterricht teilnehmen zu lassen. Es geht wertvolle Zeit verloren, um mit Bildung in die Zukunft der Kinder zu investieren.

 

In diesem Kontext schilderte  Bischof Ponen die Arbeit des „Nokmandi Garo Community Centre“  das die Diözese Mymensingh vor 30 Jahren in der bengalischen Hauptstadt und Megapolis Dhaka eingerichtet hat. Das Zentrum unterstützt die in Dhaka ansässigen Angehörigen der kleinen ethnischen Minderheit der „Garo“ oder „Mandi“, denen auch der Bischof selbst angehört und die überwiegend christlich sind. Das Centre hat für derzeit ca. 3000 Haushalte in Dhaka eine Nahrungsmittel- und Existenzhilfe aufgebaut.

Wer spenden möchte, kann eine Überweisung auf das angegebene Konto tätigen (Ladenburger, IBAN BE28 3101 3292 2220) mit der Mitteilung „Bangladesch“, Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.

Friederike Ladenburger