Gedanken zum Tag 30. Juni

The Feasts of Saints Peter and Paul

Today and tomorrow we shall celebrate one of the great occasions in the Church’s liturgical calendar, the Feasts of Saints Peter and Paul. They occupy a special place in my heart. At the Benedictine monastery where I went to school, on this Holy Day of Obligation we sung High Mass, after which we were allowed a half-day’s holiday. A few days later, the onslaught of examinations was upon us, for which the two holy apostles were of no known help — to me!

How could two such remarkable followers of Jesus of Nazareth be so different and yet so alike? They were so alike because, succoured by the Holy Spirit and by their unshakeable faith, they could survive and thrive in what was a dangerous and hostile world for Christians. They were alike in the heroism with which they faced a cruel martyrdom in Rome, in AD 65. Peter asked to be crucified face downwards because he was too unworthy to die looking up, like Jesus, to Heaven. Paul was a Roman citizen so crucifixion was off the menu. Cast in chains, he was beheaded at the Salvian waters, later part of the estate of St. Gregory the Great, the patron saint of my monastic school. Today, they lie buried in two of the greatest basilicas in all Christendom, St Peter’s and St. Paul’s Outside the Walls, respectively. I lived in Rome for two years, so I visited both from time to time.

Yet, the two men could hardly be more different! Peter was a simple fisherman, an obvious choice for Jesus to make him not only one of His twelve apostles but also the one to whom He would give the keys to the Kingdom of Heaven. Paul was refined in comparison, and not one of the original twelve until he was consecrated apostle in Heaven. Together with his great friend St Barnabas, Paul was relentless in his preaching all over the eastern Mediterranean, in Syria and the Holy Land. Fearlessly, he faced the crowds with his message; dodging their anger; healing the sick to the amazement of Jew and Gentile onlookers; and writing endless messages to cheer up his faithful converts and to encourage them to keep going. Peter preached his faith how he saw it. Simple: black and white. No wishy-washy stuff from him. And be careful what he overhears, too: if you value your ears. We read of cocks crowing, three times as Peter thinks again before becoming, in Jesus’s own gaze, what Peter’s close friend, St Chrysostom, called “the perfect penitent”. Wonderful!

Today and tomorrow are magical feasts. To read about, and reflect on, the lives of these two saints is an exceptionally rewarding journey in prayer. The Holy Spirit is speaking to us through two remarkable people.

Oh, on any school holiday, I’d love to have made a film about them: Jürgen Klopp (those teeth!) as Peter; and Wolfgang (that smile!) as Paul. Any volunteers, now? Could be fun!

Die Festtage von Petrus und Paulus

Heute und morgen feiern wir zwei der großen Gelegenheiten im liturgischen Kalender der Kirche, die Festtage von Petrus und Paulus. The nehmen in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz. In dem Benektinerkloster, in dem ich zur Schule gegangen bin, haben wir an diesem gebotenen Feiertag ein Hochamt gesungen, und dann hatten wir einen halben Tag frei. Wenige Tage später kamen die jährlichen Schulprüfungen, bei denen die beiden heiligen Apostel für mich keinerlei Hilfe waren.

Wie konnten zwei so bemerkenswerte Apostel des Jesus von Nazareth so unterschiedlich und doch so ähnlich sein? Sie waren so ähnlich, weil sie, getragen vom Heiligen Geist und ihrem unerschütterlichen Glauben, überleben und gedeihen konnten, in einer Welt, die für Christen gefährlich und feindselig war. Sie waren ähnlich in dem Heroismus, mit dem sie dem grausamen Martyrium in Rom, im Jahre 65, ins Auge gesehen haben. Petrus bat darum mit dem Gesicht nach unten gekreuzigt zu werden, weil er sich als unwürdig empfand, mit dem Blick zum Himmel, wie Jesus, zu sterben. Paulus war ein römischer Bürger, so dass eine Kreuzigung nicht in Frage kam. In Ketten wurde er ‚an den Wassern des Lebens‘ geköpft, einem Ort, der später Teil des Anwesens Gregor des Großen werden wollte. Heute sind sie in zwei der größten Basiliken der Christenheit begraben, im Petersdom und in ‚San Paolo fuori le mura‘. Ich habe zwei Jahre in Rom gelebt, und die eine und die andere gelegentlich besuch.

Und doch, die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein! Petrus war ein einfacher Fischer, für Jesus war es eine naheliegende Entscheidung, ihn nicht nur zu einem Seiner zwölf Apostel zu machen, sondern auch zu demjenigen dem Er die Schlüssel zum Himmelsreich geben würde. Paulus war im Vergleich kultivierter und keiner der ursprünglichen Zwölf, bis er im Himmel zum Apostel wurde. Gemeinsam mit seinem engen Freund, dem heiligen Barnabas, predigte Paulus ohne Unterlass überall im östlichen Mittelmehrraum, in Syrien und im Heiligen Land. Furchtlos trug er den Massen seine Botschaft vor; ließ sich von ihrem Ärger nicht entmutigen; heilte Kranke zum Erstaunen von Jude und Heide gleichermaßen; und schrieb unendlich viele Nachrichten an seine getreuen Konvertiten und ermunterte sie weiterzumachen. Petrus predigte seinen Glauben, wie er ihn sah. Einfach: schwarz und weiß. Keine halben Sachen von ihm. Und paß auf, was er mithören könnte; wenn Dir Deine Ohren lieb sind. Wir lesen von krähenden Hähnen, drei Mal krähenden Hähnen bevor Petrus sich besinnt und, unter dem Blicke Jesus’ das wird, das Chrysostomos den ‘perfekten Sünder’ genannt hat. Wunderbar!

Morgen und übermorgen sind magische Festtage. Über die Leben dieser beiden Heiligen zu lesen, und über sie nachzudenken, ist ein außergewöhnlich befriedigendes Gebet. Der Heilige Geist spricht zu uns durch diese beiden bemerkenswerten Menschen.

Oh, und während der Ferien würde ich so gerne einen Film über sie drehen: Jürgen Klopp als Petrus (diese Zähne), und Wolfgang als Paulus (diese Lächeln), noch Freiwillige? Könnte Spaß machen!

Guy Knapton

Brussels, 29th June 2020